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Jono El Grande

Phantom Stimulance

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2010
Besonderheiten/Stil: RIO / Avant; Zappaeskes; sonstiges
Label: Rune Grammofon
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Jono El Grande/ guitar and weirdness
The Luxury Band other instruments and weirdness

Tracklist

Disc 1
1. Borrelia Boogie 1:48
2. Utopian Semi Waltz 3:25
3. La Dolce Vidda 3:50
4. Phantom Stimulance 5:48
5. Rise Of The Baseless Press-Base Toy 3:36
6. Pongery In Evention (As In Owe Egons Dreams) 2:32
7. Beggar To Beggar 3:40
8. Moon-strictly In Love With A Figment Foetus 3:49
9. Negation / Penetration 2:17
10. Double-Egded Triplets 3:43
11. The Goat 4:23
Gesamtlaufzeit38:51


Rezensionen


Von: Nik Brückner @


Auf seinem vierten Album feilt Jon Andreas Håtun alias Jono El Grande weiter an seinem Fun-RIO, der irgendwo zwischen Zappa und Zirkus angesiedelt ist. Obwohl, hier gibt es ein bisschen weniger Zirkus. Die Einflüsse von Samla Mammas Manna und Panzerpappa treten ein wenig zurück, stattdessen gibt es doch tatsächlich Anklänge an Magma ("Borrelia Boogie"), und, man höre und staune, die doch eigentlich als total unlustig geltenden King Crimson. In "La Dolce Vidda" ist sogar ein ganzes KC-Riff versteckt!

Wenngleich "Phantom Stimulance" also nicht ganz so fröhlich um die Ecke kommt wie andere Jono-El-Grande-Alben, ist es insgesamt doch ganz unverkennbar ein Werk Håtuns: marschierende Uptempomusik mit kräftig Gebläse, knödelnde Sprechgesänge, an singende Sägen erinnerndes Gejaule, dazu verquere Gitarrensoli, die sich hier bisweilen ein wenig zu sehr in die Länge ziehen. Das kann dazu führen, dass man den Eindruck hat, dass die Songs zwischendurch an Fokussierung verlieren. Auch im RIO-Bereich ist ein sich ständig wiederholendes Bass-Ostinato manchmal nur ein sich ständig wiederholendes Bass-Ostinato und ein darüber gelegtes Gitarrensolo nur ein darüber gelegtes Gitarrensolo ("Rise of the Baseless Press-Base Toy").

So schleicht sich hier und da auch hin und wieder mal Langeweile ein, auch wenn diese immer wieder durch den unheimlich geisterhaften Singsang und die teilweise explosiven Gitarrensoli des Meisters konterkariert. Kreieren kann er Atmosphäre, nur mit dem Verdauern haperts ein wenig.

Und Atmosphäre braucht das Album, denn hier handelt es sich trotz der elf verschiedenen Titel um ein durchgängiges Stück Musik. Konzept? Bei Titeln wie "Moon-Stricktly in Love With a Figment Foetus"? Entscheidet selbst!

Alles in allem ist Jono El Grande auch mit "Phantom Stimulance" ein solides RIO/Avant-Album gelungen, an die Spitze der Bewegung hat er sich aber auch damit nicht gesetzt. Doch keine Sorge: Der Multifunktionskünstler Håtun wird weiterhin hyperaktiv bleiben. Garantiert.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 26.1.2012
Letzte Änderung: 26.1.2012
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Jono El Grande

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2003 Fevergreens 9.00 1
2009 Neo Dada 12.00 1

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